tatmoor ist (m)ein geschützter, schützender Lebensraum. Es ist ein Ort der Stille, der Kraft des Lebens und der Freude. Das Moor, einst von den Menschen gefürchtet, später aus Besitzgier und Unwissenheit trockengelegt, wurde für mich zu einem Zufluchtsort in Zeiten größter Not. Immer wieder zog ich mich von der Welt zurück und fand meinen Grund in diesem Moor. In lang währender Arbeit, mit Unterstützung vieler Helfer*innen, habe ich es renaturiert.
Heute ist es ein lebendiger und nährender Ort, der zum Verweilen einlädt, zum Träumen und der Raum und Zeit bietet um offene Wunden zu schließen.

tatmoor ist eine natürliche Energiequelle. In der Schattenwelt des Moores scheint das Licht doppelt hell und in den finstersten Ecken, da wo es nicht erwartet wird, zeigt sich das Leben in seiner ganzen Kraft und Vielfalt.

Für mich ist tatmoor der Ort von dem ich täglich neu und tiefer lernen darf, dass das Sein, mein Sein, alles Sein, nicht hinterfragt, sondern gelebt werden will. Ein zeitloser Ort des freien Atems und des Erkennens. Das Beschwerende, das Vergangene kann hier abgelegt und dankbar verabschiedet werden. Es hatte seine Zeit, es darf nun gehen und sich im weichen Moos tummeln oder niederlegen. Was das tatmoor einmal aufgenommen hat, wird von der Natur einverleibt und in fruchtbaren Boden gewandelt.

Vom tatmoor aus agiere ich und hierher lade ich ein. Die verwundeten Anteile des Selbst finden in der unaufgeregten Atmosphäre des tatmoor den Raum, die Zeit und die Möglichkeit zu regenerieren und mit ihrer ursprüngliche Stärke in Verbindung zu treten. Einige finden erst hier den Mut, sich erstmals zu zeigen. Hier helfe ich verwundeten Seelen den eigenen Ort zu finden und zu einem sicheren Ort für das Leben zu gestalten. Mal ist es ein Baumhaus, mal eine Höhle, mal ein Schiff, welches einmal erbaut auch großen Stürmen trotzt. Im tatmoor biete ich die Möglichkeit, den jeweils eigenen Ort der inneren Sicherheit und Lebendigkeit zu entdecken, (neu) aufzubauen und immer weiter zu gestalten.