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In der Dämmerung am See nahe dem Brennesselhof: Ina: „Da sind Hasen, auch ganz Kleine.“
Sylvia: „Wo?“
Ina: „Ach so, sind ja Enten.“

Kommentar vom Brennnesselhofmann, als wir seine Frage nach der Qualität unseres Schlafes im Heu mit kurz, kalt und hart beantworteten: „Also, dass man das Heu auflockern muss, weiß doch jeder, das muss man doch nicht erklären. Darauf ich: „Haben Sie mich mal angesehen? Ich blond und aus Stadt…“

Mitten in der Pampa zwischen Gladrow und Lassan taucht aus dem Feld eine alte Dame auf. Ich weiß nicht, ob sie zu mir oder zu sich selber sagte: „Dieses Gelb vom Raps, wohin das Auge sieht, wunderschön. Aber es ist Monokultur. Monokultur!!! So ungesund für den Boden.“

Während einer Pause Im Wald sagt Ina ganz ruhig: „Du musst mir mal helfen.“ Ich dachte ihr Armband ist aufgegangen, weil sie den Arm so hält. Statt dessen zeigt sie auf eine Zecke in ihrem Arm.

Mittagspause an einem Froschteich. Die Pappel neben unserer Pausenbank ließ es ununterbrochen schneien und die Frösche quakten uns ein Konzert. Ich war begeistert, machte mit meinem Handy Aufnahmen, die ich sofort an mein Kind und Freunde versendete. Ina dagegen war verhalten. Schließlich hat sie schon einmal direkt neben einem Froschteich gewohnt.

Ein alter Mann werkelt am Wegesrand an seiner Gartenlaube. Er sieht Ina, wartet, bis sie an ihm vorbei ist, und fängt an zu Brüllsingen: „Das wandern ist… “

Vor dem Schloß in Wrangelskow, einer ehemaligen Pilgerunterkunft, machten wir Pause. Sagt Ina: „Guck mal Pilgerer. Das sind bestimmt die Schweizer, die gestern in Lassan waren.“
Natürlich hatte Ina recht, aber ich fand es sehr deprimierend: die beiden sind so um die 70 und laufen im Schnitt 20-25 km pro Tag. Wir trösten uns gegenseitig, dass die beiden ja viel viel kleinere Rucksäcke haben als wir.

Ina führte uns mittels Abkürzung auf einen ziemlich verwilderten Waldweg, von dem aus sie dann in den Wald abbog und zu mir sagte: „Laufen wir eben mit Kompass“.
Alles ist gut, Ina kann Kompass lesen, wir kommen schnell und sicher am Haus von Familie Kauz an. Fragt Herr Kauz: „Und welchen Weg haben Sie denn genommen? Wir erklären den Weg. Sagt Frau Kauz: „Da hatten Sie aber Glück, dort leben die Kreuzottern!“