Nachdenken über eine Taxifahrt

6. September 2018 um 20:08 Uhr

Eine Unterhaltung mit einem Taxifahrer hat mich heute erst ein wenig wütend und dann sehr nachdenklich gemacht.

Mit viel Gepäck stand ich vor der Haustür und wartete auf das bestellte Taxi. Meine Reisetasche ist groß und wegen der Reiseliteratur ziemlich schwer. „Haben Sie da Steine drin?“ fragte der Taxifahrer. „Nein, nur Reiseliteratur“ antwortete ich. „Was die Leute so mit in den Urlaub nehmen“ wunderte er sich. Zwischen uns entspann sich ein Gespräch über mein Reiseziel Irland. Dort sei es ihm nicht warm genug, meinte er. Als ich seine Frage, warum ich denn nicht zum Bahnhof wolle, damit beantwortete, dass ich vor meiner Abreise noch ein paar Stunden arbeiten müsse, bekam das Gespräch eine merkwürdige Richtung.

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Genug davon.

5. September 2018 um 02:22 Uhr

Etwas an der Dresden / Chemnitz – Debatte finde ich irritierend. Es sind die Diskussionen darüber, ob die Menschen, die in Dresden /Chemnitz in den vergangenen Wochen demonstrierten, nun Rechte und Nazis waren, oder nicht. Zu welcher Bevölkerungsgruppe die rassistisch besorgten BürgerInnen denn nun gehören? Sind sie Rechte oder Nazis oder was sind sie. Sie brüllen „absaufen“ und „Deutschland den Deutschen“, sie klatschen zu rassistischen Sprüchen, aber sie wollen keine Rechten sein. Was soll das? Sollen wir künftig von den Chemnitzer Ausländerfeinden sprechen? Klingt vielleicht niedlicher, harmloser als Nazi und Rassist. Warum steht ihr nicht einfach zu dem, was ihr tut? Oder gehört das zu den Verwirrspielen eurer intellektuellen Faktenverdreher?

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