Thomas Buergenthal: Ein Glückskind

30. Oktober 2015 um 03:08 Uhr

image

Ein berührendes,  ein trauriges, ein Mutbuch. Die Geschichte eines kleinen Jungen,  der Arbeitslager, Auschwitz, Todesmarsch und Sachsenhausen überlebte und der ein großer Menschenrechtler wurde. Dieses Buch endet mit Worten,  die sich fast wie ein Appell an uns lesen, angesichts der mitmenschlichen Krise, in der wir Europäer uns befinden:
„Vor langer Zeit schon kam ich zu dem Schluss, dass der Weg zu einer Welt, in der Menschen in Frieden und Würde zusammenleben können, lang ist und man dennoch Schritt für Schritt darauf hinarbeiten muss, ohne durch die Fehlschläge als Zyniker zu enden. Die Tatsache, dass wir in den letzten Jahrzehnten das Ende der Apartheid in Südafrika erleben konnten, den Zusammenbruch der Sowjetunion und den Sturz so vieler unterdrückerischer Regimes, besonders in Lateinamerika, half mir, eben nicht dem Zynismus zu verfallen, den ich für einen starken Feind des Fortschritts auf dem Gebiet der Menschenrechte halte. Wir können einfach nicht aufhören mit dem Versuch, eine Welt zu schaffen, die sich auf Recht und Gerechtigkeit gründet, ganz gleich, wie langsam wir dabei vorankommen.“

Wenn es doch so einfach wäre. ..

4. September 2015 um 00:48 Uhr

image

Nackte Angst
zieh dich an
wir gehen aus.

Neues aus dem Pausenraum

27. August 2015 um 02:21 Uhr

image

Deine Sachlichkeit ist häufig emotional angereichert.

Antwort auf eine Frage

7. November 2014 um 03:43 Uhr

image

Im Arbeitstagebuch ‚Mein Manifest‘ von Veit Lindau begegnete mir heute diese Frage: ‚Wie würdest du dich selbst Gott vorstellen?“
Meine Antwort: Hallo Gott, ich bin Sylvia, eine von denen, die du vergessen hast. Danke dafür, denn so musste ich lernen an mich selbst zu denken. Gehen wir jetzt zusammen was trinken oder willst du für ewig da oben auf deinem Thron hocken und dir einreden (lassen) du hättest den Überblick?

Veröffentlicht mit WordPress für Android

Veit Lindau: Liebe Radikal

3. November 2014 um 02:07 Uhr

image

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten. Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens: „Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend.“
„Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?“ fragte der Junge.
„Der Wolf, den ich füttere“, antwortete der Alte.

Verfasser Unbekannt

Veröffentlicht mit WordPress für Android

Max Frisch: Aus dem Berliner Journal

19. Oktober 2014 um 01:34 Uhr

image

„Hat man schon zwei Hunde gesehen, die sich treffen, um sich über einen dritten Hund zu unterhalten, weil sie sich nicht für einander interessieren?
S. 58

Veröffentlicht mit WordPress für Android

Wunderbarer Dialog

10. Oktober 2014 um 21:48 Uhr

image

Dr. Philmore: ‚Herausragende Wissenschaftlerin, Bestsellerautorin, hingebungsvolle Mutter, manchmal glaube ich, Sie tauchen nur in meinem Leben auf, damit ich mir unzulänglich vorkomme.“
Dr. Brennan: ‚Sie zollen mir zu viel Anerkennung Dr. Philmore. Ich glaube Sie sind selbst sehr gut in der Lage Ihre Unzulänglichkeiten zu erkennen.“

Gehört in: Bones die Knochenjägerin – Staffel 7 Folge 12

Veröffentlicht mit WordPress für Android

Am Nachbartisch gelauscht

22. September 2014 um 16:35 Uhr

image

„Ich habe dort jeden Tag Gott gesehen. Gott macht dort auch Urlaub.“
Gespräch beim Griechen über Urlaubserlebnisse in der Dominikanischen Republik.

Veröffentlicht mit WordPress für Android

Versprecher

31. Juli 2014 um 02:29 Uhr

20140731-022822-8902535.jpg
„Wenn die Liebe hinfällt“

Rainer Maria Rilke: Über die Geduld

11. Juli 2014 um 18:49 Uhr

20140711-184859-67739937.jpg

Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann,
alles ist austragen – und
dann gebären…

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit
vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit…

Man muss Geduld haben

Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antworten hinein.