die Freundin

zertanzte Hochzeitsmärsche auf
regennassen Häuten wie
fremde Träume in meinem Blut
verfängt sich im Schleier
abgestandener Tage
mein Kuss wie täglich Brot.
Vorm Verfall der Himmel
sprach die Priesterin letzten Trost
mit lustvollem Blick:
Mein Bauch hängt warm.
Ich habe gelbe Zähne.
Die Stadt eine Mörderin.
Ich bin eine lachende Momentaufnahme.

© Sylvia Tornau, 1996


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Der Beitrag wurde am 10. Januar 2008 um 01:18 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Lyrik gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.