Autorin sein oder nicht sein

9. Februar 2018 um 12:27 Uhr

Nicht erst seit ich Mitglied in der Autorinnenvereinigung e.V. bin, beschäftigen mich folgende Fragen. Ab wann bin ich eine Autorin? Was macht mich zu einer Autorin?
Mein Schreib-leben lang wollte ich so gern eine Autorin sein. Dabei war mir immer klar, eine Frau die vom Schreiben nur träumt, ist vielleicht eine Träumerin, aber keine Autorin. Heißt, Schreiben als Handlung ist die Grundvoraussetzung. Dachte ich immer und so wird die AutorInnenschaft im gängigen Sprachgebrauch auch verstanden. Laut Wikipedia hat sich der Begriff Autor und das Verständnis davon im Lauf der Geschichte immer wieder gewandelt. Im Mittelalter war nur Autor, wer gleichzeitig Autorität besaß. Seit der Sturm-und-Drang-Zeit galt nur als Autor, wer als Genie anerkannt war. Seit den 60er Jahren, mit Roland Barthes: „Der Tod des Autors“ und Michel Foucalts „Was ist ein Autor“ wird dieses Verständnis infrage gestellt.

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