Odile Kennel „oder wie heißt diese interplanetare Luft“ Gedichte

29. April 2014 um 00:28 Uhr


rezensiert von Sylvia Tornau

Vorab gesagt: Dieser Gedichtband ist eine Überraschung. Sprachlich, Inhaltlich, Optisch.
Das Lyrikdebut der Berliner Autorin Odile Kennel gliedert sich in acht Kapitel, die sich den unterschiedlichen Facetten des Seins im Alltäglichen widmen. Eingeleitet werden viele dieser Gedichte mit einem Zitat, mal ist es eine Gedichtzeile, mal eine Zeile aus einer Zeitung, aber selbst ein Formular der Deutschen Rentenversicherung wird zitiert. Das irritiert auf den ersten Blick. Beim zweiten Blick wird der Zusammenhang mit dem Text hergestellt. Der dritte Blick bringt das Gesicht zum Schmunzeln. Ungewöhnlich auch, dass die Titel unter den Gedichten stehen. Dies irritiert erst einmal, erinnert es doch an die Formgestaltung von Octavio Paz, zumal auch bei den Gedichten von Odile Kennel die letzte Zeile, also der Titel, nicht selten auch die Anfangszeile des nachfolgenden Textes sein könnte. Doch damit des Vergleiches nicht genug, ähnlich wie bei dem großen Lyriker Paz wird die Leserin von der Autorin Kennel mitgenommen auf eine verwirrende Reise in das fremde Land der lyrischen Sprache. Und wird, so sie sich darauf einlässt, hineingezogen in die Zwischenräume von Sehen, Erleben, Fühlen und Nach-Denken. Entdeckbar nur in der Stille des Geschehen-Lassens. Ohne Wertung, wie absichtslos beobachtend, nicht moralisierend und doch voller poetischer Moral.

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Lebenssinn

23. April 2014 um 01:39 Uhr

20140423-013351.jpg< "Es gibt zwei großartige Tage im Leben eines Menschen: Den Tag, an dem wir geboren wurden, und den Tag, an dem wir entdecken, wofür." William Barclay Gefunden in: Veit Lindau "SeelenGevögelt. Manifest für das Leben"