„Montagsnächte“von Kathrin Wildenberger

2. Juni 2009 um 16:44 Uhr

In ihrem Erstling „Montagsnächte“ erzählt Kathrin Wildenberger vom Erwachsenwerden in Zeiten des Umbruchs. Erwachsenwerden ist auch ohne Umbrüche schwierig genug. Für die Generation der heute 35-45 jährigen, geboren in der DDR, war die politische Situation im Land eine weitere Herausforderung. Neben den Unsicherheiten des Erwachsenwerdens, Begegnungen mit der ersten Liebe stellte sich auch die viel diskutierte Frage ‚Gehen oder Bleiben?‘. Die Beantwortung dieser Frage erforderte spätestens ab Mitte der achtziger Jahre auch Antworten auf Fragen wie ‚Bleiben und aktiv verändern, dabei Repressalien bis hin zur Verhaftung in Kauf nehmen?‘ oder ‚am Rand aktiv werden?‘.  Das die Antworten auf diese Fragen in der genannten Altersgruppe nicht immer eine persönliche Entscheidung war, sondern häufig eine zufällige Verquickung von eigenen Interessen, Liebe, der Offenheit mit welcher man dem Leben begegnet, stellt Kathrin Wildenberger sehr anschaulich, lebendig und nachvollziehbar dar.

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Schüttelreim

um 16:31 Uhr

Thema „Scheißhaufen“

Um diesen Scheißhaufen kann man nur im Kreis laufen.

-Das Tor ins Leben- von Grit Scholz

um 16:27 Uhr

Dieser Bildband durchbricht mit brachialer Schönheit die Schamgrenzen der Betrachterin. In ganzseitigen Farbaufnahmen, in Collagen eingebettet oder einfach ganz nackt präsentiert uns die Verlegerin und Autorin Grit Scholz das weibliche Geschlecht. Nicht die Frau als solche steht im Mittelpunkt, sondern das Organ, mit dessen bloßer Existenz eine lange Geschichte des Schweigens verbunden ist: die Vulva, die Möse, die Scheide oder auch die Yoni. Letzteres ist das Wort, für welches sich die Autorin entschieden hat.

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-Der zugang ist gelegt – gedichte & fließtexte- von Bärbel Klässner

um 16:25 Uhr

Der Titel -Der zugang ist gelegt- von Bärbel Klässner ließe sich auch übersetzen als ein Willkommen im Leben. Das hier beschriebene Leben ist mal bunt, mal grau, mal blau, violett, türkis, blutrot. Mal ist es neblig, mal macht es Pickel. Vor allem macht es nicht halt. Vor keinem Thema scheut diese wortzersetzende, fabulierwütige Autorin zurück. Mal mit Humor und mal mit Wehmut, aber immer mit der lustvollen Wortgewalt einer Vollblutlyrikerin zwingt Bärbel Klässner die LeserInnen ihr zu folgen. Augenzwinkernd und mit Worten prügelnd, lockt sie uns ins fette Leben.

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