Eingang Mutterschoß
26. Januar 2008 um 01:04 UhrAusgang Tod. Weiterlesen »
Gewissheit liegt auf der Strecke
Ichduersiees fragt sich durch
falsch undoder richtig
schwarz weiß unterbelichtete Vergangenheit.
So wird Zukunft buchstabiert.
Ausgang Tod. Weiterlesen »
Gewissheit liegt auf der Strecke
Ichduersiees fragt sich durch
falsch undoder richtig
schwarz weiß unterbelichtete Vergangenheit.
So wird Zukunft buchstabiert.
die Linie neben meinem Mund, Weiterlesen »
die Risse in der Haut.
Du, neben mir.
Ein Jahr.
Ein Atemzug.
zertanzte Hochzeitsmärsche auf Weiterlesen »
regennassen Häuten wie
fremde Träume in meinem Blut
verfängt sich im Schleier
abgestandener Tage
mein Kuss wie täglich Brot.
Wenn ihm ein Fehler, Weiterlesen »
in der Konstruktion seiner Bewegungen unterläuft,
schreit er.
Sie schlingt ihren Körper um den seinen.
Schwere des Schweigens Weiterlesen »
zwischen mir und mir
Entfernung.
Gleich fällt das Wort in den Grund.
Mein Tag heißt Sehnsucht Weiterlesen »
Freude
leises Warten.
Ich bin die Fliegerin.
Ich bin die eine von vielen.
Ich hatte eine Kindheit,
ich hatte eine Jugend.
Ich bin erwachsen und ich werde alt.
Ich habe gelernt, gearbeitet, geliebt.
Habe ich geliebt?
Mein Name ist Frau.
Ich bin ein Körper.
Einer der definiert wird.
Von anderen.
Ich bin das Gefäß für den Auswurf derer die definieren.
Auf diesem Körper wurde Geschichte geschrieben.
Blutige Geschichte.
Geschichtsbücher schreiben aus blutigen Kriegen Poesie.
Meine Geschichte ist eine andere, dieses Blut gerinnt nicht zur Poesie.
In Gedanken war sie noch bei der mit Siebtklässlern geführten Diskussion über die Existenz oder Nichtexistenz des heiligen Grals. Die Artusritter waren derzeit in Mode, ein neues Computerspiel um die Abenteuer des Helden Parzival beschäftigte ihre Schüler. Später konnte sie sich nicht erinnern, was sie zuerst wahrnahm, diesen einladenden Blick, seinen Zedernholzduft oder seine langgliedrigen Hände, die sich in flüchtiger Bewegung nach ihr auszustrecken schienen. Sie stand da, im Schulflur, errötend und atemlos, sich selbst fremd. Sie, die Unberührbare, Ausgeglichene spürte plötzlich, wie ihre Knie dem Bedürfnis sich setzen zu wollen nachgaben Innerhalb von Sekunden geschah dieser Wechsel in ihr und in ihr war plötzlich eine Wachheit, als wäre sie aus einem langen, traumlos-schweren Schlaf erwacht. Das Leben griff nach ihr in Form dieser fremden Hände und diesmal hatte sie keine Chance, ihm zu entweichen. Zu nah. Sie hatte einen Moment nicht aufgepasst und schon war es da.
Traum eins
Weiße Birkenfinger zum Himmel gereckt
seh ich die alte Eiche im Sumpf
schaukelt die zausige Krone
mein Bruder im Wind lacht und
lacht und weiße Finger zum Himmel gereckt
als hinge seine Haut in Fetzen
als wolle auch ich ein Stück
und lacht als wisse er
auch ich bin
Himmel.