Harte Arbeit

18. November 2015 um 14:56 Uhr

Allmorgendlich
quäle ich mich
Stück für Stück
aus der Versunkenheit
im weltfreien Nachtraum.
Allmorgendlich
ziehe ich mich
aus der Umklammerung
watteschwerer Gedankenlosigkeit.
Allmorgendlich
hole ich mich
aus der Geborgenheit des Schlafes
zurück in die Wirklichkeiten
eines neuen Tages.

 

Allmorgendlich
sage ich nach vollbrachter Arbeit
Ja. Ja zu mir.
Ja zu diesem neuen Tag.
Ja zu allem, was dieser Tag mir offenbart.

 

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Erwachen

19. Juni 2014 um 02:05 Uhr

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Im Augenaufschlag zwischen
Zwei Sternen glimmt Hoffnung
Vor dem Tag
Traumgleich öffnet sich ein
Tor zum Licht
Der Blinde tanzt
Im Gesang der Tauben Flügelschlag
Der Morgen wirbelt
farbenreich ins Neue.

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Sommerregen

4. August 2013 um 21:20 Uhr

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Verstaubte Erinnerungen
Abgespült die Hitze
Die Träume vergangener Tage
Neigen sich dem Ende
Verloren im Nass
Die Hoffnung auf Vergangenes
Abgestreift die Tränen
Morgen glänzt
Sattes Grün macht Lust
Der Tag endet mit Wolkentränen
Die Erfahrung lehrt Wachstum.
Frische Triebe
Emporgespült
Unbändig
Leben.

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Zwischenzeit

5. Juni 2013 um 15:03 Uhr

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Am Horizont das Segel
Weiß leuchtet Erinnerung
Als die Tage noch Zukunft
Die Abende warm
Der Herzschlag schnell.

Meerblau färbt der Blick
Die ruhige See
Am Ufer ein Fischskelett
Zwischen Tang und Steinen
Sand rieselt Zeit.

Am Horizont das Boot
Holt die Segel ein
Eine Möwe kackt Träume
Über den Türmen der Strandburg
Weht die Fahne des Abschieds.

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Strömungen

3. Juni 2013 um 19:14 Uhr

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Vertraute Wege neu entdecken
Sonne beißt in Grün
Die Wipfel wiegen
Im Takt des Frühlings
Wolken ziehen weiter

Vertraute Wege neu beschreiten
Wind peitscht Wellen
Der Strand liegt bloß
Im Rausch des Blütenduftes
Vögel ziehen Kreise

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I. W.

30. Mai 2013 um 15:26 Uhr

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Wenn der Hahn kräht
Lässt du dich fallen
In einen letzten Traum
Am Morgen bist du dem Mond nah
Und dein Lächeln
Geht heimwärts

In deinen Augen voller Fragen
Leuchten die Sterne
Deren Flugweg du erkundest
Am Mittag sind Lösungen noch fern
Und dein Lächeln
Hängt windschief

Die Schritte verlangsamt
Dem Ruf des Kuckucks folgend
Zählst du Grashalme und Steine
Am Nachmittag ist Erntezeit
Und dein Lächeln
Leuchtet den Raps an

Das Tagwerk vollendet
Arme und Beine ermattet
Deckst du vergnügt den Tisch
Am Abend wird dein Tag lang
Und dein Lächeln
Macht mich froh

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Aus der Tiefe

21. Mai 2013 um 18:56 Uhr

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Durch die Falltür
Falscher Versprechen
Auf den Boden
Der Realität gestoßen.

Auf meiner Haut
Perlt der Tau des Morgen
Durch das Gitter
Klingt noch das Lied
Der vergangenen Sternennacht.

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wund

22. Februar 2013 um 01:28 Uhr

am Flussufer verfangen
lausche ich
auf deinen Flügelschlag
wate dass du wachsam
das Revier umkreist
mit deinem Schnabel
ordnend mir durchs Gefieder streifst
den Fisch für mich teilst.

 

 

 

am Horizont drehst du Pirouetten
dein Gefieder gespreizt für eine
die mit dir fliegen kann
anmutig liegst du im Wind
ziehst ostwärts
suchst  Ufer
ohne verfängliche Schatten
in deren Täuschungen Flügel brechen.

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Zwischenräume

15. Februar 2013 um 02:01 Uhr

wenn in der Nacht
Regen an das Fenster klopft
lohnt es nicht, den Mond anzuheulen.
wenn die Sehnsucht die Seele umarmt im Fiebersturm
hilft es nicht das Herz mit Schnee zu kühlen.

wenn die Erde auf dem Feld unter Herbststürmen ächzt
wenn die Vögel gen Süden fliegen
wenn die Astern welken und der Frohsinn Winterschlaf hält
flieht die Leichtigkeit das Haus
Einsamkeit quillt aus vertrauten Wänden.

wenn am Morgen
alte Sterne aus geöffneten Augen fallen
sammle sie ein
wenn das Herz
um sich schlägt im Rhythmus des Erwachens
höre ihm zu

 

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Unterwegs

15. Januar 2013 um 00:50 Uhr

Nachtlichternde Stadt
leuchtet Traumfängern
fremde Leben im Schatten
dröhnender Keller.

Vom Tag nicht satt
Nachtschwärmer suchen
unerfüllbaren Träumen
zu entgleiten.

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