Wem gehören die Kinder?

21. Januar 2017 um 19:52 Uhr

„Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.

Sie kommen durch euch, aber nicht von euch.

Und wenn sie auch mit euch sind, so sind sie dennoch nicht euer Besitz.

Ihr dürft ihnen eure Liebe schenken, aber nicht eure Gedanken, 

Denn sie haben eigene Gedanken. 

Ihr dürft ihren Körpern ein Zuhause geben, aber nicht ihren Seelen, 

Denn ihre Seelen wohnen im Haus der Zukunft 

Und das könnt ihr nicht betreten, nicht einmal in euren Träumen.

Ihr dürft bestrebt sein, ihnen zu gleichen, 

aber versucht nicht, sie euch gleich zu machen. 

Denn das Leben schreitet nicht rückwärts 

Noch verweilt es im Gestern.“ 

(aus Khalil Gibrans Buch Der Prophet, das 1933 auf schwedisch erschien) Gefunden in „Astrid Lindgren. Ihr Leben. von Jens Andersen S.123/124.

am frühen Abend

23. Mai 2016 um 23:56 Uhr

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Ein etwa 4 jähriges Mädchen steht vor dem Haupteingang der Thomaskirche, die Mutter sitzt gegenüber auf dem Freisitz vor dem Bachstübl. Die kleine rüttelt  heftig an der Tür und ruft: Mama die geht nicht auf.
Die Mutter winkt dem Mädchen zu und ruft laut über den Platz: Komm wieder her. Gott schläft schon.

Ein Satz über den ich lachen musste.

13. Mai 2016 um 16:19 Uhr

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„Der Verstand ist eine Hure, er geht mit jedem Gedanken ins Bett.“
Anna Heintze

Material, Fundstücke und Texte…

28. April 2016 um 22:45 Uhr

…Zitate, Sprüche, Worte/Sätze die mich ansprangen: aus Büchern, Radio, Fernsehen, Gesprächen, Blogs etc.

Kategorie Worte | Kommentare (0)

Auf Wanderschaft

6. April 2016 um 02:01 Uhr

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Junge Frau auf Wanderschaft auf Mallorca:
„… da haben uns alte Leute überholt, die hatten mindestens so viel Gepäck wie wir auf dem Rücken und vor allem, die waren schon länger alt…“

Neues aus dem Pausenraum

29. Februar 2016 um 17:32 Uhr

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„Wenn alle Highlight wären, dann wären wir ja auch nur Mittelmaß.“

Dieser Spruch erinnert mich sehr an den Filmbeginn eines meiner Lieblingsfilme „Amadeus“. Mozarts Gegenspieler Saleri wird in die Psychiatrie eingewiesen und ruft verzweifelt: „Ich bin der König der Mittelmäßigen“.

Stefanie Jerz: Gänseblümchen

19. November 2015 um 14:02 Uhr


sie liebt mich
er liebt mich nicht
du liebst ich
mich liebst du nicht
lieb du mich
nein besser nicht
wie lieb ich
und wieder nicht
verlieb dich
nur nicht in mich
erst lieb dich
und dann auch mich

Aus: Stefanie Jerz – Worte; Andreas Krämer – Bilder. Guter Tag, du hast mich geschafft. Ein Gutenachtbuch für Erwachsene.
Geest-Verlag, 98.S., 14,80 €

Thomas Buergenthal: Ein Glückskind

30. Oktober 2015 um 03:08 Uhr

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Ein berührendes,  ein trauriges, ein Mutbuch. Die Geschichte eines kleinen Jungen,  der Arbeitslager, Auschwitz, Todesmarsch und Sachsenhausen überlebte und der ein großer Menschenrechtler wurde. Dieses Buch endet mit Worten,  die sich fast wie ein Appell an uns lesen, angesichts der mitmenschlichen Krise, in der wir Europäer uns befinden:
„Vor langer Zeit schon kam ich zu dem Schluss, dass der Weg zu einer Welt, in der Menschen in Frieden und Würde zusammenleben können, lang ist und man dennoch Schritt für Schritt darauf hinarbeiten muss, ohne durch die Fehlschläge als Zyniker zu enden. Die Tatsache, dass wir in den letzten Jahrzehnten das Ende der Apartheid in Südafrika erleben konnten, den Zusammenbruch der Sowjetunion und den Sturz so vieler unterdrückerischer Regimes, besonders in Lateinamerika, half mir, eben nicht dem Zynismus zu verfallen, den ich für einen starken Feind des Fortschritts auf dem Gebiet der Menschenrechte halte. Wir können einfach nicht aufhören mit dem Versuch, eine Welt zu schaffen, die sich auf Recht und Gerechtigkeit gründet, ganz gleich, wie langsam wir dabei vorankommen.“

Wenn es doch so einfach wäre. ..

4. September 2015 um 00:48 Uhr

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Nackte Angst
zieh dich an
wir gehen aus.

Neues aus dem Pausenraum

27. August 2015 um 02:21 Uhr

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Deine Sachlichkeit ist häufig emotional angereichert.