Glückszahlen

30. Mai 2011 um 18:29 Uhr

Also die 17, 29 und 47 sind meine neuen Glückszahlen. Habe meinen Lottogewinn von 3€ heute gleich in einen Eisbecher investiert.
Danke, Lottogöttin. Das war lecker.

Kolumne der Autorinnenvereinigung

19. Februar 2011 um 16:08 Uhr

Ausgabe 1/Januar 2011
ameliaavblog
von Manja Präkels

Was is’ nur mit uns Weibern los?
Eine fällt uniformiert aus der Takelage. Wollte als Soldatin zur See, sicherer Beruf, also im Sinne von Rentenbezügen, Aufstiegschancen … Na, so sicher das eben ist, einer Armee anzugehören, die regelmäßig in „kriegsähnliche Zustände“ gerät. Es heißt, sie sei noch mal angeschrien worden, kurz bevor es geschah. Von einem Vorgesetzten. Irgend so ein Klischee-Gebrüll: „Zusammenreißen!“ oder „Hier wird nicht geflennt!“. Angst hatten alle, heißt es. Zu Recht.

Die Andere stirbt an den Folgen einer Brustoperation. Fiel unterm Messer ins Koma. Wie fühlt es sich an, in den Spiegel zu schauen und nur noch ein Ding wahrzunehmen, eine Ware, die es an die Nachfrage anzupassen gilt? Sie wird die Antwort schuldig bleiben. Sich selbst mit den Augen der Käufer betrachten. Und längst ist die Frage nach der optischen Performance in den Mittelpunkt zahlreicher Lebensentwürfe gerückt, beschäftigt Teenager wie Rentnerinnen. Komm ich gut rüber? Paß ich zur Farbe meiner Augen? Wie hoch ist mein Marktwert?

Dann die mit dem Hunger, die sie – angeblich zur Abschreckung – auf Fotos inszenierten, tatsächlich aber unserer Schaulust zum Fraße vorwarfen: Seht, ist DAS nicht schrecklich schön? Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind. Das ist so real wie unsere Anbetung von Haut und Knochen des magersüchtigen Modells. Geiz macht geil, und wußten sie schon, daß Winterzeit Tatoozeit ist? Artgerechte Motive in Berlins erstem Tatooshop für Kinder – natürlich unter Berücksichtigung der Elterntypen.

Manchmal ist es wirklich nicht leicht, an das Schöne und Wahre zu glauben, wenn das Schöne die Ware ist und Schönheit Design meint, die Angleichung der Oberfläche an ein Computermodell, des Originals an seine schematisierte Kopie. Wenn die verzweifelten Versuche der Anpassung in Form von Schlagzeilen durch meinen Kopf laufen: „Guten Tag, ich benötige ein Update. Sonst komm ich nicht mehr hinterher.“
Ersetze Körperlichkeit mit Körperdesign und Du bist unverdächtig. Ein Kind träumt laut: „In der Zukunft wird es natürlich keine echten Hunde mehr geben. Jeden Morgen weckt mich mein Roboterhund. Ich muß nicht rausgehen, denn ich lerne zu Hause, wähle meine Fächer am Touchscreen aus und schon werden die Informationen in mein Gehirn geleitet …“
Warum an das Schöne, Wahre, Gute glauben? Na weil ich unverbesserlich bin. Und an irgendwas glauben muß. Jetzt wißt Ihr’s.

Es ist schon ein paar Jahre her, da lief ich, einer alten Gewohnheit folgend, des Nachts durch die Häuserschluchten. Ließ mich ziellos treiben und suchte den Himmel vergeblich nach einem Stern ab, denn diese Stadt strahlt – je nach Wetterlage und Gemütsverfassung der Betrachtenden, mal in Rosa, mal Giftgrün – von selbst. Lichtverschmutzung heißt das und fällt den meisten gar nicht auf, weil sie nicht nach oben schauen, sondern auf den Verkehr achten, was vernünftig ist. Wozu braucht es auch Sterne, wo doch alles hell erleuchtet ist, von den Schaufenstern der Einkaufs-Kathedralen?
Es fiel ein leichter, schwärmerischer Schnee vom Himmel und für einen kurzen Moment schien Berlin den Atem anzuhalten. Da bemerkte ich, auf dem Bebel-Platz gelandet zu sein, direkt gegenüber des Hauptgebäudes der Humboldt-Universität. Ein diffuses Licht verbreitete sich von der Platzmitte her und bestrahlte den Flockentanz von unten, ein bezaubernd außerirdischer Anblick. Ich folgte dem schönen Schein quer über den Platz und erkannte unter einer gläsernen Bodenplatte zu meinen Füßen einen weiß getünchten Raum mit Regalen – für Bücher. Da stand ich nun, schwebend über einer leeren Bibliothek, einem Denkmal. Hier brannten im Mai ’33 die Bücher, bergeweise. Auch in jener Nacht gab es keine Sterne am Himmel zu sehen, der meterhohen Flammen wegen.

Was befremdet mich mehr, an diesem 22. Januar 2011, der Anblick des Bebel-Platzes, das verschwundene Denkmal, das den Roten Teppichen der „Berlin-Fashion-Week“ gewichen ist oder die Tatsache, daß es mich noch befremdet? Irgendein Event ist immer wichtiger – als ein Vogel zum Beispiel oder eine Butterblume.
Die Kannibalen-Messe ist eröffnet, Gunther von Hagens und Karl Lagerfeld haben keine Zeit. Aber wäre das nicht ein Paar? „Geile Leichen-Performance! Die Fashion-Week auf Weltniveau! Mit ECHTEN Stars!“ Oder wäre es umgekehrt? Echte Leichen – die Welt auf Berlin-Niveau . .?

Ich bin eine Spurensucherin. Geschichte und Geschichten finden sich überall um uns herum, in dieser Stadt, in unseren Gesichtern, den Zeilen der Lebenden und der Toten, auf Fotografien, in der Musik, in jeder Kleinigkeit. An der Art, wie eine geht, läßt sich mitunter mehr erkennen als in allen Worten, die sie, so über Stunden verteilt, in den Tag hinein verliert. Und ich rede nicht von der Inszenierung, sondern eben jenem Moment, in dem sie vergißt, wo und wer sie ist, etwas so Nebensächliches tut, wie Brötchen holen. Oder Zigaretten. An der Bushaltestelle unterhalten sich Zwei. Ihre schrillen Stimmen übertönen das Rauschen der Straße:

„Ej, die Alte sah voll häßlich aus!“
„Echt? Erzähl!“
„Na so … so … so voll behindert …“
„Wie jetz’? Die war behindert?“
„Nee, die hatte so Brille. So … INTELLEKTUELL!“
„Boah ihhh. Wie eklig is’ das denn!“

Ja. Gegenüber der Universität. Dort gibt es eigentlich ein Denkmal.

Was ich erwartet hatte?
Na Sterne. Am Himmel. Wo sie hingehören.
Und Schwesterlichkeit.
Ich träume einfach gern.

Wenn blinde Menschen Arbeit haben

25. Oktober 2008 um 18:58 Uhr


dann ist das für den Einzelnen wundervoll, insgesamt aber noch immer viel zu selten. Die FAZ-Redakteurin Leonie von Manteuffel portraitiert in ihrem Beitrag: -Blind, nicht blöd- drei blinde ArbeitnehmerInnen. Neben dem promovierten Soziologen Siegfried Saerberg, Dozent an der Uni Dortmund, am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, der sich in der S-Bahn auch mal mit seinem sprechenden Laptop auf die Lehrveranstaltungen vorbereitet, kommen auch die Bankangestellte Fatima Haidar, Business-Service-Center der Deutschen Bank und Burkhard Hautow, diplomierter Betriebswirt im Rechnungswesen der Kölner Ford-Werke zu Wort. Alle drei verbindet, dass sie studiert haben, wenn auch unter verschiedenen Vorraussetzungen. Die Herren Saerberg und Hautow waren schon vor dem Studium erblindet, Frau Haidar erst nach Abschluss ihres Studiums in Mathematik, Physik und Informatik. Wichtig für das Finden und behalten eines Jobs ist aus Sicht der drei InterviewpartnerInnen einerseits die Unterstützung durch Arbeitsagenturen, Integrationsfachdienste, Herstellern von speziellen Computerausrüstungen und nicht zuletzt der Mut der Chefetage, sich auf etwas -Fremdes- einzulassen und Zutrauen in die Fähigkeiten der ArbeitnehmerInnen zu entwickeln. Andererseits hängt natürlich auch viel von der eigenen Persönlichkeit ab. So betont z.B. Frau Haidar, wie wichtig es ist, um Hilfe bitten zu können. -Wenn ich etwas nicht kann, sage ich es. Das -BL- im Schwerbehindertenausweis steht für -blind-, nicht für -blöd– sagt sie. Für Burkhard Hautow ist neben der fachlichen Vorraussetzung z.B. Empathie wichtig: -Hilfreich ist es, sich in andere hineinzuversetzen. Ich kann nicht verlangen, dass sich der andere mit Behinderungen auskennt. Fragen zur Behinderung und auch Scherze müssen erlaubt sein.-

Dass Blinde Menschen nicht jeden Beruf in unserer schnelllebigen und profitorientierten Zeit ausüben können, versteht sich von selbst. Dass sie arbeiten können und vor allem wollen, versteht sich aus meiner Sicht ebenfalls von selbst. Dies ist allerdings noch nicht in unser aller Bewusstsein und schon gar nicht in den Köpfen von UnternehmerInnen und PersonalerInnen, die letztendlich über das berufliche Schicksal von Menschen mit Behinderungen entscheiden. Aufklärung z.B. eben durch das Präsentieren positiver Beispiele in renommierten Zeitschriften ist meiner Meinung nach ein guter Weg. Bislang verfügt lediglich ein Drittel der rund 30.000 Blinden in Deutschland über einen Arbeitsplatz, der nicht nur sinnvoll und lustbringend ist, sondern auch den Lebensunterhalt abdeckt. Bleibt zu hoffen, dass ein solcher Beitrag den Weg ins Berufleben ebnet. Immerhin beginnen jährlich rund 50 blinde AbiturientInnen mit dem Studium.

Quelle: -Blind, nicht blöd- FAZ vom 18./19. 10. 2008

diesmal keine Nachricht sondern ein Bild

8. September 2008 um 18:53 Uhr

gefunden unter: www.kinderspielekiste.de/images/Lutscher.jpg

Manchmal macht so ein kleines Bild mich froh! :-) und Euch vielleicht auch.

Auch zu Fuß wissen wo es lang geht

17. August 2008 um 17:22 Uhr


Nicht zuletzt seit Forrest Gumps Laufmarathon oder Hape Kerkelings Blasenbildenden Fußmarsch  auf dem Jakobsweg ist die Benutzung der eigenen Füße als Fortbewegungsmittel anstelle motorisierter Kraftstoffverbraucher groß in Mode.

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Piraten als Friedensbotschafter

um 17:19 Uhr


Ein von Israel zum Piratensender deklariertes, in Wirklichkeit ein kommerzielles Unternehmen, sorgt nach dem Motto -Musik kennt keine Grenzen- für Unterhaltung und Verständigung zwischen offiziell verfeindeten Lebensarten und Kulturen. Radio RAM FM mit Sitz im Westjordanland und in Jerusamlem unterhält mit seinen internationalen Moderatoren, einem intelligenten Musikprogramm und seiner politischen Neutralität Israelis und Palästinenser und bringt sie miteinander ins Gespräch.

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Zusammenführung

5. August 2008 um 16:36 Uhr

Vergangene Woche wurde ich von den Machern der Internetseite http://www.fuereinebesserewelt.info auf Ihre Seite aufmerksam gemacht. Unter dem Link http://www.fuereinebesserewelt.info/das-gute-daran-in-das-gute-darin/ findet Ihr eine Sammlung von positiven Nachrichten inklusive der Möglichkeiten zum Austausch. So geballt betrachtet sind doch schon viele Menschen im weiten Netz unterwegs auf der Suche nach positiven Nachrichten. Ilona Koglin und Marek Rohde fordern auf Ihren Seiten zu Vernetzung und Zusammenarbeit auf. Hoffen wir, dass dies gelingt. Ich bin bereit mich an einer ‘Kooperative’ positiver Nachrichten zu beteiligen.

Hier ein kurzer Blick auf die Seite.

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Hoffnung für die Gefangenen von Guantánamo!

18. Juni 2008 um 15:09 Uhr

Am 13. 06. 2008 urteilten 5 von 9 Richtern des obersten Gerichtshofes der USA, dass, nach den demokratischen Grundsätzen der amerikanischen Verfassung, den noch immer mehr als 270 Gefangenen die ßberprüfung der Haftgründe vor amerikanischen Zivilgerichten zusteht.

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Gerichte machen mobil gegen Unterrichtsausfall!

um 15:04 Uhr

Das Urteil des Verwaltungsgerichts Dresden (Az.: 5 K 1782/05) birgt für viele SchülerInnen bundesweit Hoffnung: Gibt es durch zu viel Ausfall an Unterricht schlechte Prüfungsergebnisse, dann berechtigt dies zur Prüfungswiederholung.

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Und er lebt doch. Feminismus in Ecken und Nischen!

5. Mai 2008 um 14:35 Uhr

In den Tageszeitungen und von einigen aufstrebenden Journalistinnen wird der Feminismus regelmäßig für tot erklärt. Das er er lebt, beweisen nicht zuletzt die engagierten Leipziger PROPELLAS. Unter der Internetplattform www.propellas.de firmieren die
‘Koordinatorinnen eines offenen Netzwerkes’ zur Unterstützung von Frauen in der Musik. Die Propellas setzen sich ein ‘für mehr Selbstverständlichkeit für Frauen und Mädchen in der Musik! Konkret und sofort’. Es geht nicht zuletzt um das Zeigen von Vorbildern für den weiblichen musikalischen Nachwuchs. Die Propellas setzen sich dafür ein, dass selbstverständlicher female DJs gebucht werden, Schlagzeug spielen, Bands gründen und produzieren und dass auch Musikerinnen von Fanzines angesprochen werden. Engagement von Frauen, die sich mit dem bisher Erreichten einfach nicht zufrieden geben wollen – Nervensägen, Zicken, Künstlerinnen, Frauen mit Humor und Lust an (Weiter)Entwicklung. Weiter so. Lasst von Euch hören Frauen.